Workshops & Seminare

Wir bieten Workshops zu feministischer Bildung und im Bereich des psycho-emotional nachhaltigen Aktivismus. Dabei ist es uns wichtig, einen Raum zu schaffen, in dem sich die Teilnehmenden öffnen und mit ihren persönlichen Erfahrungen einbringen können. Da uns ein nachhaltiger Lernprozess wichtig ist, zielen unsere Workshops nicht auf reine Wissensvermittlung, sondern insbesondere auf (kollektive) Selbstreflexion und Selbsterfahrung ab. 

Die Themenbereiche unserer Workshops und Seminare sind insbesondere:

  • Reflexion patriarchaler und neoliberaler Strukturen in selbstorganisierten Gruppen
  • die Bedeutung von Emotionalität und Sprechen über Gefühle für politische Kämpfe
  • psycho-emotional nachhaltiger Aktivismus und Prävention von aktivistischem Burnout
  • Umgang mit psychischen Krisen in aktivistischen Kontexten
  • kollektive Selbstfürsorge in aktivistischen (insbesondere feministischen) Zusammenhängen
  • Sprechen über sexualisierte Gewalt in linken Gruppendie Bedeutung von Emotionalität und Sprechen über Gefühle für politische Kämpfe\
  • feministische Visionen und Utopien

Auf Anfrage konzipieren wir auch Workshops angepasst an die Themenwünsche bereits bestehender Gruppen. Meldet euch einfach mit euren Ideen bei uns :)

Hier findet ihr Beispiele für Workshops, die wir kontinuierlich anbieten:
    
 “Darüber reden wir dann nächstes Mal…“ - die Rolle von Emotion und Selbstreflexion für eine feministisch-solidarische Zukunft
Was bedeutet eigentlich feministische Solidarität und warum fällt es uns immer wieder schwer, unserem solidarischen Anspruch in der Realität gerecht zu werden? Was bedeuten sich-verlaufende Unterstützungsprozesse und Menschen, die nach Krisen nicht mehr in die Politgruppe zurückkehren, für feministische Organisierung? Wie können wir den daraus entstehenden Verletzungen, Schuld- und Schamgefühlen auf eine stärkende Art und Weise Raum geben und gemeinsam davon lernen? Wie stellen wir uns eine solidarische, feministische Zukunft vor und was brauchen wir, um gemeinsame Schritte in diese Richtung zu gehen?
Mit Fragen wie diesen möchten wir uns gemeinsam in unserem zweiteiligen Workshop auseinandersetzen. Im ersten Workshopteil wird der Schwerpunkt sowohl auf Austausch zu Emotionalem, als auch (Selbst)reflexion liegen. Von da aus wollen wir uns im zweiten Teil der Frage nähern, was wir brauchen, um feministische Solidarität zum gelebten Alltag in unseren Beziehungen und unserer politischen Organisierung zu machen und uns trauen, uns eine feministisch-solidarische Zukunft vorzustellen. Der Workshop richtet sich ausschließlich an FLINT* (Frauen, Lesben, Nichtbinäre, Trans, Inter) - Personen und findet in deutscher Lautsprache statt.


Umgang mit Kritik und Fehlern in linken Gruppen/Kontexten 
Kritik und Fehler sind nicht selten der Ausgangspunkt für Konflikte in Gruppen und zwischen Einzelpersonen. Oft wird es besonders heikel, wenn politische Differenzen und Persönliches zusammenkommen. Dabei können solidarisch formulierte Kritik und ein wohlwollend gestalteter Raum zum Fehler-machen großes Potential für gemeinsames Lernen haben und uns als Gruppen und Bewegungen widerstandsfähiger machen. Wir möchten uns zusammen damit auseinandersetzen, was Kritik und Fehler-machen für uns bedeutet, warum es uns manchmal so schwer fällt, Kritik zu äußern, zu hören und uns Fehler einzugestehen. Von da aus wollen wir gemeinsam andenken, wie Schritte in Richtung solidarischer Kritik und mehr Fehlerfreundlichkeit in linken Räumen aussehen könnten. 


Kollektive (Selbst)fürsorge in feministischen Kämpfen
Politische Organisierung gegen patriarchale Gewalt und andere Herrschaftsformen ist essenziell wichtig, und kann uns dabei helfen, gemeinsam gegen Ohnmachtsgefühle anzugehen und die Wut rauszulassen. 
Angesichts der Dringlichkeit vieler politischer Anliegen finden wir uns allerdings oft in einer “Feuerwehr-Mentalität” wieder, da es total wichtig erscheint, sofort ganz viel gegen diese Verhältnisse zu tun und schnell zu reagieren. Zusammen mit dem hohen Leistungs- und Output-Anspruch, der in vielen linken Gruppen herrscht, führt das leider oft dazu, dass Emotionen, psychische Befindlichkeit und Beziehungen untereinander sowie kollektive (Selbst- und Für)Sorge hinten runter fallen und wir damit ein Stück weit die Verhältnisse reproduzieren, die wir eigentlich bekämpfen wollen. 

Die Beschäftigung mit patriarchaler Gewalt, insbesondere sexualisierter Gewalt und Feminiziden, ist oftmals aufreibend., schließlich geht es um heftigste Auswüchse des Patriarchats. Andererseits kann es auch belastend sein, sich mit einem Thema zu beschäftigen, bei dem es buchstäblich um Leben und Tod geht - und das uns als Feminist*innen potentiell auch selbst betrifft. Das belastet manche emotional mehr als andere, geht aber wahrscheinlich an keine*r spurlos vorbei - oft nehmen wir uns zu wenig Zeit und Raum für Austausch darüber, obwohl dieser total bestärkend sein kann. Dies wollen wir in dem Workshop gezielt angehen.